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Veröffentlicht von Jürgen Höller   
18.08.2005 | 23:00 Uhr

Die Hummel hat eine Flügelfläche von 0,7 Quadratzentimeter bei einem Gewicht von 1,2 Gramm. Nach den uns heute bekannten Sätzen der Aerodynamik kann sie nicht fliegen. Nur: Die Hummel weiß das nicht, sie fliegt einfach.


Als ich dieses Schild im Büro eines Freundes entdeckte, fragte ich nach dem Hintergrund. Er erklärte mir, dass dieses Schild so in den 60er Jahren den Astronauten der NASA gezeigt wurde als es darum ging, dass der erste Mensch den Mond betreten sollte. Es sollte den Astronauten den Glauben geben, dass viele Dinge von denen wir glauben das sie unmöglich sind eben doch möglich sind. Mich hat dieses Beispiel seinerzeit tief beeindruckt und nie wieder losgelassen.


„Unmögliche Dinge sind nur unmöglich in unserem Denken“


Ich habe seit dem viele Dinge erlebt, die mir gezeigt haben, dass all die „unmöglichen“ Dinge nur unmöglich in unserem Denken sind. Ich habe in meinen Seminaren in denen ich Erfolg, Motivation und Persönlichkeit trainiere,  zahlreiche Menschen erlebt bei denen scheinbar Unmögliches möglich wurde. Ich habe Menschen erlebt, die mit angeblich unheilbaren Krankheiten wieder gesund wurden. Ich kenne Sportler, die meine Seminare besucht haben, die auf Grund ihres Glaubens Weltrekorde aufstellen, Weltmeister und Olympiasieger wurden.


Ich habe Menschen erlebt, die mit schlechten Voraussetzungen starteten und erfolgreiche Unternehmen aufgebaut haben. All dies hat mich gelehrt, dass eben wirklich alles möglich ist – wenn wir es uns nur vorstellen und daran glauben! Wenn wir bedenken, dass sich vor noch nicht einmal 250 Jahren das Wissen der Menschen alle 50 bis 80 Jahre verdoppelte – und heute alle zwei bis drei Jahre, dann wissen wir, dass wir in einem Zeitalter unglaublicher Möglichkeiten leben.


Nie zuvor haben Unternehmer in kürzerer Zeit als heute Unternehmen aufgebaut. Ein sommersprossiger, pickeliger,  20jähriger Mann in Jeans, Turnschuhen und T-Shirt werkelte in einer Garage und wurde mit einem geschätzten Vermögen von 22 Milliarden Dollar zum reichsten Mann der Welt – Bill Gates - und das Ganze in nicht einmal 21 Jahren. Noch vor 100 Jahren war es unmöglich zu fliegen – heute steigen wir in Frankfurt in den Flieger ein, und acht Stunden später im 7.000 Kilometer entfernten New York wieder aus. Vor nur wenigen Jahren gab es keine Vitamintabletten,  Kühlschränke, Radios, TV-Geräte, Walkman, CD-Player, Kassettenrecorder, Videorecorder, Tonfilme, Produkte aus Plastik, Kunstfasern, Neonröhren, Verkehrsampeln und vieles mehr.


Doch wenn all diese Produkte erst in den letzten Jahren entstanden sind, wenn die erfolgreichsten Menschen der Geschichte ihr Vermögen erst in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben – warum sollen dann nicht noch viel mehr Menschen ihre natürlichen Talente und Begabungen nutzen?


Leider lernen wir in der Schule lauter so nützliche Dinge wie z.B. die Gesamtlänge des Nils, die Einwohnerzahl von Venezuela und die Quadratkilometergröße von Kanada (also lauter Dinge, die wir heute jeden Tag wieder benötigen…), aber so wichtige Dinge, wie z.B. wie wir mit Menschen richtig umgehen können, wie wir Erfolg produzieren – all diese Dinge lernen wir in unserem Schulsystem leider nicht! Ich habe es an mir selbst erlebt, dass es möglich ist Erfolg zu planen und Ziele zu erreichen die ich mir gesteckt habe.



Doch viele Menschen glauben, sie müssten nur einmal ein Buch über Erfolg lesen oder ein Tagesseminar besuchen und würden dadurch automatisch immer auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Leider  (oder Gott sei Dank?) ist es eben nicht so einfach. Denn nach dem positiven Denken, den guten Vorsätzen, kommt das positive Handeln.


In meinen Seminaren lege ich deshalb größten Wert darauf, den Teilnehmern zu verdeutlichen, dass positives Denken alleine keinen Erfolg bringen kann. Oder haben Sie schon einmal erlebt, dass Sie sich mit geschlossenen Augen vor Ihren vollen Schreibtisch stellen, ganz intensiv denken „Der Schreibtisch ist leer“, Sie die Augen öffnen und der Schreibtisch ist leer? Sie sehen schon, dass das positive Denken (verbunden mit einem positiven Ziel) die Grundlage ist – doch danach müssen Sie ins Handeln kommen.


Ich kenne Menschen, die das ganze Leben nur vom Erfolg und positivem Denken reden – ihn aber nie produzieren. Deshalb ist es mein Hauptaugenmerk, meine Seminarteilnehmer ins Handeln zu bringen. Vielleicht kennen Sie das Sprichwort „Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen“. Jedes Jahr an Silvester nehmen sich Millionen Menschen etwas vor – doch bereits einen Tag später haben Sie die guten Vorsätze vergessen und handeln genau entgegengesetzt. Nein, es ist eben nicht ganz so einfach, erfolgreich zu sein.


Aber vielleicht ist es gerade dass, was den Reiz am Erfolgstraining ausmacht. Dass man sich eben dafür anstrengen muss, dass man Schritt für Schritt auf der Erfolgsleiter höher klettert und dass der Erfolg die Belohnung für eine lange Zeit der Anstrengung ist. Ich vergleiche dies immer mit einem Bauern, der im Frühjahr sät (wobei er bereits bei der Saat überlegen muss, was er im Herbst ernten möchte), er muss dann das ausgestreute Saatgut pflegen, es wässern, düngen usw., ehe er dann nach großer Anstrengung im Herbst die Ernte einfahren kann.


Und so ist es auch mit dem Erfolg:


Zunächst einmal müssen Sie wissen was Sie erreichen wollen, dann müssen Sie das Saatgut hegen und pflegen, ehe Sie dann mit einer zeitlichen Verzögerung Ihre Ernte erhalten.


Wann beginnen Sie damit in Ihrem Leben den Spitzenerfolg zu verwirklichen, der für Sie möglich ist und den Sie verdient haben?


Ihr Jürgen Höller



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Ignacio Lopez de Arriortua (*1941), span. Topmanager
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