|
High Court erhebt keine Ansprüche gegen Amway UK! |
|
|
Veröffentlicht von Netcoo Redaktion
|
|
20.05.2008 | 11:04 Uhr |
|
Seit Monaten stand die britische Tochtergesellschaft des weltgrößten Network Marketing Unternehmens Amway in England heftig unter Beschuss. Dies hat sich jetzt endgültig geklärt. Das High Court (Oberste Zivil- und Strafgericht) erhebt kein Anspruch gegenüber der Gesellschaft. Die Situation in den vergangenen Monaten war brandgefährlich: John Hutton, Secretary of State of Business, Enterprise and Regulatory Reform setzte Amway mit einem Pyramidensystem gleich. Die Anschuldigungen gingen sogar soweit, dass keine neuen Distributoren mehr gesponsert werden durften. Ermittlungen der Regierung hätten angeblich ergeben, dass gerade einmal 10 Prozent der Amway Berater Geld verdienen würden.
Der Schwerpunkt des Geldverdienens würde sich aber insbesondere auf die Registrierungsgebühr (28 Pfund und eine Jahresgebühr von 18 Pfund) und den Kauf von Marketingunterlagen beziehen und nicht auf den Verkauf der Produkte. Eine fatale Aussage, dies wäre quasi mit einem Kopfgeldsystem gleichzusetzen.
Amway wurde außerdem vorgeworfen „nur einen Traum“ zu verkaufen. Die Darstellung des Geschäftskonzepts und des potentiellen Reichtums sei nur illusorisch und nur für die wenigsten Menschen würde dies auch eine Wirklichkeit werden.
In den Jahren 2004 bis 2005, so die Regierung, sollen von 25.342 Beratern gerade einmal 74 Berater mehr als 10.000 Pfund an Bonus verdient haben. Zwischen 2001 und 2006 sollen zwischen 69 Prozent und 78 Prozent der Berater sogar keinen Bonus bekommen haben. Amway UK hat seit den Anschuldigungen sein Geschäftsmodell im Vereinigten Königreich radikal verändert. Dies hat der Vorsitzende Richter dann letztendlich honoriert, sprach aber dennoch mahnende Worte an das Unternehmen.
Amway beschäftigt in Großbritannien ca. 100 feste Mitarbeiter und mehrere tausend freie Distributoren. Doch die letzten Jahre waren alles andere als viel versprechend, dies wurde auch in der Gerichtsverhandlung bekannt. Zwischen Oktober 2000 und Dezember verzeichnete die Tochtergesellschaft einen durchschnittlichen Verlust von 2.9 Millionen Pfund. Unterstützt wurde die Gesellschaft überwiegend von der europäischen Muttergesellschaft, die wiederum die größten Einkünfte aus ihrer Beteiligung an dem Koreageschäft erwirtschafte. Allein in der Asienregion, insbesondere in China, Japan und Thailand erzielt Amway den Großteil seiner Umsätze.
Anzeige:
Kommentare, Leserbriefe und Beiträge zu einzelnen Artikeln auf www.netcoo.info stellen ausschließlich persönliche Meinungsäußerungen des jeweiligen Verfassers dar und geben nicht zwingend die Meinung oder Ansicht der Netcoo Redaktion wieder. Durch das Schreiben und Veröffentlichen von Kommentaren oder Leserbriefen überträgt der Urheber Netcoo ein uneingeschränktes und nicht widerrufbares Nutzungsrecht. Dieses umfasst die Veröffentlichung im Internet auf diesen Webseiten in Newslettern, Printmedien und anderen Publikationen.
Die Verfasser von Kommentaren und Leserbriefen verpflichten sich in Ihren Beiträgen auf jegliche Beleidigungen und grobe Ausdrucksweise zu verzichten.
|