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Die Geldmaschine des 21. Jahrhunderts Was zieht den traditionellen Unternehmer in den Direktvertrieb?
Vor einigen Jahren, fast unbemerkt, begann eine völlig neue Art des Wettbewerbs zwischen den Direktverkaufsunternehmen und den Unternehmen, die sich der traditionellen Vertriebswege über die Einzelhandelsläden bedienten.
Während sich der Direktverkauf jahrzehntelang an den durch den traditionellen Handel angebotenen Produkten orientierte um verbraucherfreundliche, eigene Produktserien zu etablieren, setzten sich die Marketingabteilungen großer Markenhersteller immer mehr mit den durch Network Marketing, und durch Direktvertriebsunternehmen angebotenen innovativen und attraktiven Produktserien auseinander.
Still, heimlich und leise begannen Markenhersteller und Großkonzerne erfolgreich, durch marktführende Direktvertriebsfirmen vertriebene Produktlinien für das Massenkonsumgeschäft tauglich zu machen.
Aloe Vera Produkte, Morinda Citrifolia Produkte, biologische Reiniger, Nahrungsergänzungsprodukte, Diätpulver, Astronautennahrung – alles Produkte, die durch Network Marketing und Direktverkaufsunternehmen über Jahrzehnte erfolgreich im Markt etabliert wurden, und die immer schneller durch konventionelle Handelsketten kopiert und über den Ladentisch zu extrem günstigen Preisen angeboten werden können.
Funktionalität und Attraktivität – die Grundlage moderner Marketingkonzeptionen für Verbrauchs- und Gebrauchsprodukte!
Kosmetik, Körperpflege, Parfüm, Badeartikel, Reinigungsprodukte, Nahrungsergänzungsmittel, Lebensmittel, Unterhaltungselektronik, Finanzdienstleistungen, Vorteilskarten, Kreditkarten, Urlaubsreisen, Hotelbeteiligungen, Tierfutter, Molkereiprodukte, Frucht- und Pflanzensäfte, Gartenprodukte, Textilien, Dessous, Modeschmuck, Goldschmuck, Wasser und sogar Krankenhausdienstleistungen und Medikamente werden oder könnten problemlos über den Direktverkauf vertrieben werden. Das Wachstumspotential ist geradezu grenzenlos.
Aber – es ist nicht alles Gold was glänzt! Viele Unternehmer mit Erfahrungen in traditionellen Handelsgeschäften unterschätzen das Anforderungsprofil für einen erfolgreichen Umstieg oder Neuaufbau einer Vertriebs- und Absatzstruktur im Direktvertrieb oder im mehrstufigen Direktvertrieb. Es gelten in dieser Branche einfach ganz andere Gesetzte, und es mangelt an guten Managern oder Geschäftsführern mit großem Erfahrungsschatz.
Gereizt durch große Gewinnerwartungen, drängen immer mehr Unternehmer mit mehr oder minder zweifelhaften Angeboten in den Markt. Anfang der Neunziger Jahre konnte man in Deutschland arbeitende Direktverkaufsfirmen an zwei Händen abzählen, Network Marketing Unternehmen gar an einer Hand. Der Markt war dominiert von einigen wenigen, und somit auch sehr lukrativ aufgeteilt in wenige große „Kuchenstücke“. Heute herrscht eine ganz andere Wettbewerbssituation, ausgelöst durch viele kleine wie „Kanonenboote“ wirkende Unternehmen. Während die meisten Network Marketing und DV Unternehmen schon bei der Gründung auf langfristige Auslegung achten, hat sich leider bei vielen Neugründungen eine neue Unternehmensphilosophie eingeschlichen. Es geht um den schnellen und hohen Umsatz und Gewinn ohne Rücksicht auf Verluste.
Die Motivation solcher Unternehmensgründer, die oftmals aus dem Lager des traditionellen Handels stammen, ist die augenscheinliche Verlockung mit geringen Investitionen große Profite schlagen zu können – dies ist die größte optische Täuschung der viele Unternehmer unterliegen. Dies ist ebenso der Grund warum, ausgelöst durch solche oder ähnliche „Schnell-Reich-Systeme“, der Ruf einer ganzen Vertriebsform leidet und zwar schon seit Jahren und vor allem völlig zu unrecht.
Beleuchten wir mal aus Unternehmersicht den Reiz den die Umstrukturierung von einem klassischen Handelskonzept auf ein Direktverkaufskonzept oberflächig bietet:
• Geringe Lagerhaltung nötig, da „just in time“ produziert werden kann • Geringe Werbematerialkosten • Hohes „cash flow“ da Vorauskasse basierend • Geringer Personalbedarf für Auftragannahme und Abwicklung • Versand und Lagerkosten werden auf den Vertrieb umgelegt • Kalkulierbares Investitionsrisiko
Wie gesagt oberflächig. Die Wahrheit liegt jedoch im Verborgenen. Die Investitionen sind gerade zu unüberschaubar. In den vergangenen Jahren haben schon viele „Großkonzerne“ versucht einen parallelen Vertriebsweg über die Direktverkaufs- oder die Network Marketing Schiene aufzubauen und sind kläglich gescheitert, teilweise mit Verlusten in 2-stelliger Millionenhöhe. Großhersteller wie z.B. die Firma Wild beginnen sich über den Weg des Produktlieferanten nach und nach an die Branche heranzutasten. Proctor & Gamble beteiligt sich durch Aktienpakete an Network Marketing und DV Unternehmen. Französische, amerikanische und britische Großkapitalanleger beteiligen sich oder übernehmen bekannte Unternehmen aus der Branche in steigender Anzahl. Produktionsbetriebe aus der Pharma- und Kosmetikindustrie schlucken solide aufgebaute Vertriebsnetze, ganz besonders global positionierte Netze.
Zusammenschlüsse von Network Marketing Unternehmen standen in den vergangenen 5 Jahren auf der Tagesordnung. „management buy out” – eine der erfolgreichsten Strategien in jüngster Vergangenheit zur Fortführung und massiven Expansion von Network Marketing Unternehmen.
Analytisch betrachtet, und auf der Basis solider kaufmännischer Tugenden, ist es für jeden Unternehmer ganz besonders aber für herstellende Unternehmen äußerst lukrativ im Direktvertrieb oder Network Marketing zu beginnen. Die einzige Unbekannte bei dieser Vertriebsform ist gleichzeitig auch die Wichtigste: Die neben- oder hauptberuflichen Geschäftspartner. Die Philosophie des Direktvertrieb und des Network Marketing sind für klassische Unternehmen ohne Insiderwissen kaum nachvollziehbar. Ein Buch mit sieben Siegeln für Menschen die nicht in die Branche hineingewachsen sind, und nur in Form von Investition – Kosten / Nutzen und Rendite Rechnungen denken.
Fazit: Traditionelle Unternehmen, die im DV und NWM starten wollen, brauchen mehr als nur ein paar erfahrene Vertriebsleute an der Front um die Geldmaschine des 21. Jahrhunderts für sich nutzen zu können!
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