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Veröffentlicht von Frank Wirtjes Netcoo Redaktion
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17.06.2010 | 16:02 Uhr |
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Geht es um kreative Wortschöpfungen, macht den Ländern, in denen Englisch gesprochen wird, so schnell niemand etwas vor – vor allem nicht den USA. „Mompreneur“, eine Kombination aus den Worten „Mom“ (Mama) und „Entrepeneur“ (Unternehmer/in), wurde geschaffen, um die selbständige Tätigkeit von Frauen mit Kindern im Direktvertrieb zutreffend und witzig zugleich zu charakterisieren. Sicher wird es nicht mehr lange dauern, bis dieses Wort als Anglizismus auch Einzug in unsere Sprache und damit auch in den deutschen Direktvertriebsjargon gehalten hat.
Es ist die immer wieder als Vorteil des Direktvertriebs ins Feld geführte Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie, die zu dieser Wortschöpfung geführt hat. Denn Mamaunternehmerinnen - Mompreneurs - gibt es, seit es den Direktvertrieb gibt. In keiner anderen Industrie sind Frauen so überdurchschnittlich hoch in Toppositionen vertreten, wie hier. Sie steigen ein, weil sie Zeit für ihre Kinder haben aber trotzdem etwas tun wollen. Typisch für solche Frauen sind Äußerungen wie „Wenn ich zu Hause bin, kümmere ich mich um meine Kinder und meinen Mann. Gehe ich dann raus zu Präsentationen, tue ich etwas für meine Unabhängigkeit und fühle mich gut. Das ist es wert!“
Andere Frauen in vergleichbarer Lage fühlen sich angezogen und so wachsen die Teams und das Einkommen der Mompreneurs, die dabei ganz nebenbei eine Stufe des Vergütungsplans nach der anderen nehmen, bis sie ganz oben angekommen sind. Statistische Daten des US-amerikanischen Center for Women’s Business Research (Forschungszentrum für Frauen in der Geschäftswelt) belegen, dass doppelt so viele Frauen ihr eigenes Geschäft starten wie Männer. So seien in 2008 7,2 Millionen Unternehmen mehrheitlich im Eigentum von Frauen gewesen.
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