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Die Vorwerk Gruppe aus Wuppertal geht nach eigenen Angaben gestärkt aus der Finanz- und Wirtschaftskrise hervor. Das vergangene Geschäftsjahr wurde zudem genutzt, um die Weichen für ein neues Wachstum neu zu stellen. "Nehmen Sie als Beispiel unseren deutschen Kobold-Vertrieb: Durch die Einführung des neuen Geschäftsmodells mit einem veränderten System der Kundenansprache und Kundenbetreuung innerhalb des Direktvertriebs geben wir unseren Kundenberatern die Möglichkeit, sich eine neue berufliche Existenz aufzubauen und den Erfolg durch eigene Leistung zu bestimmen", betonte der persönlich haftende Gesellschafter Peter Oberegger im Rahmen der Bilanzpressekonferenz in Wuppertal. "Darüber hinaus bieten wir ab sofort bei Kobold Deutschland bis zu 4.000 neuen Kundenberatern eine echte berufliche Chance."
Im Jahr 2009 habe die Vorwerk Gruppe angesichts einer schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation, so der Inhalt der offiziellen Pressemitteilung, das Rekordgeschäftsvolumen des Vorjahres nicht erreicht. Das Geschäftsvolumen sank um 7 Prozent auf 2,27 Milliarden Euro. Der Rückgang ist vor allem auf ein verringertes Neugeschäft der akf-Gruppe sowie einen Umsatzrückgang der Vorwerk Teppichwerke zurückzuführen. Im Direktvertrieb konnte das Wuppertaler Unternehmen vor allem durch den Geschäftsbereich Thermomix, aber auch durch die internationalen Aktivitäten des Bereichs Kobold teilweise kräftig zulegen. "Wir blicken optimistisch auf das laufende Jahr und liegen vor allem im Bereich unserer internationaler Direktvertriebs-Aktivitäten derzeit wieder im Plus. Das ist auch ein Ergebnis der Restrukturierungsmaßnahmen und der Investitionen in die Zukunft", so der persönlich haftende Gesellschafter und Chief Financial Officer Reiner Strecker.
2009 wurden auch gezielt Investitionen getätigt, u.a. in ein neues Kosmetik-Werk für JAFRA Cosmetics im mexikanischen Querétaro. "Wir haben dort rund 30 Millionen US-Dollar investiert und verfügen nun über eine hochmoderne Produktionsanlage, die uns eine noch höhere Produktqualität sowie eine neue Dimension der Liefersicherheit bietet", begründet der persönlich haftende Gesellschafter Walter Muyres den Schritt.
Nach Vorwerk Angaben sind derzeit sind weltweit 611.000 Menschen für die Unternehmensgruppe tätig. Die Eigenkapitalquote liegt bei inzwischen 53 Prozent. Der außerhalb Deutschlands erwirtschaftete Anteil am Geschäftsvolumen ist weiter gestiegen und liegt nun bei 63 Prozent, bezogen auf den Direktvertrieb sind es sogar 82 Prozent.
Neues Geschäftsmodell Vorwerk Deutschland Kobold
"Wie Sie wissen, haben wir in Deutschland seit einiger Zeit mit Schwierigkeiten im Kobold-Direktvertrieb zu kämpfen", sagt Peter Oberegger. In Zusammenarbeit mit einer Strategieberatung hatte Vorwerk bereits im Jahr 2008 mit der Neuausrichtung des Vertriebs begonnen. Das neue Modell ist konsequent auf die Bedürfnisse und Wünsche der Vorwerk Kunden ausgerichtet. Die bisherige Praxis, das wechselnde Berater den Kunden betreuen hat eine langfristige Kundenbindung unmöglich gemacht. Jetzt ist es so, dass ein Berater für ein bestimmtes Gebiet fest zuständig ist und so im Direktvertrieb eine langfristige und seriöse Beziehung zum Kunden aufbauen kann. Bis November sollen alle Gebiete in Deutschland in dem neuen System arbeiten. "Die ersten Erfahrungen sind positiv", stellt Peter Oberegger fest und betont: "Wir bieten motivierten, engagierten Beraterinnen und Beratern die einmalige Chance, sich in einem eigenen Gebiet einen festen Kundenstamm aufzubauen, zu pflegen und sich mit eigener Leistung ein gutes Einkommen in der Selbstständigkeit zu sichern."
Der deutsche Kobold Umsatz liegt derzeit bei 200 Mio. Euro. Der neue Kobold VK 140 soll nun zur Umsatzsteigerung beitragen.
Übersicht: Entwicklungen in den Geschäftsbereichen
Thermomix: Umsatz 420 Millionen Euro Auf Platz Nummer eins der Vertriebsgesellschaften liegt wieder der italienische Vertrieb Vorwerk Contempora, der mit einem Plus von über 8 Prozent einen Umsatz von 124 Millionen Euro erreicht.
Kobold: Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent und beläuft sich nun auf 695 Millionen Euro. Im stärksten Kobold-Markt Italien stieg der Umsatz um 6 Prozent auf 397 Millionen Euro.
JAFRA Cosmetics: 390 Millionen Euro und 480.000 JAFRA Beraterinnen.
Lux Asia Pacific: 34 Millionen Euro
Vorwerk Teppichwerke: 69,5 Millionen Euro.
akf-Gruppe: 451 Millionen Euro
Quelle: Vorwerk
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