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Veröffentlicht von Netcoo Redaktion   
07.05.2010 | 16:47 Uhr

Dr. Ossig

Nach der Premiere im vergangenen Jahr hat Dr. Ossig erneut die Geschäftsführer führender Direktvertriebsfirmen zum DINNER TALK eingeladen. Die Veranstaltungen fanden in den Hotels „Villa Kennedy“ in Frankfurt und „Mandarin Oriental“ in München, statt. Netcoo im Interview mit Dr. Ossig:


Im vorigen Jahr war der Anlass für Ihre Einladung Ihr 40. Jahr im Direktvertrieb. Was hat Sie dieses Mal bewogen, noch einmal zu einer solchen Veranstaltung einzuladen?

Dr. Ossig: Im Grunde die positive Resonanz auf den DINNER TALK 2009. Für mich ist es jedoch noch wichtiger, diesem Kreis von Persönlichkeiten eine Plattform zu informellem Austausch und Networking zu bieten.


Unter welchem Motto stand die diesjährige Veranstaltung?

Wir haben an beiden Abenden mit Prof. Dr. Zentes, von der Universität des Saarlandes, über „Branding“ diskutiert. Das Thema ist bekanntlich im Direktvertrieb noch nicht so präsent wie im stationären Einzelhandel bzw. im Produktmanagement.

Wo sehen Sie in diesem Zusammenhang die Herausforderung für den Direktvertrieb?

Naja, ich denke die Fokussierung ist noch unklar. Ist mit Branding das Unternehmen, z. B. Amway, gemeint oder meint man damit eher die Produktserie, wie z. B. FitLine, oder die Kultur, wie beispielsweise bei Mary Kay gelebt. Vielleicht sind es am Ende sogar unsere Beraterinnen und Berater, die unser Branding bestimmen? Das muss ausdiskutiert und für jedes Unternehmen selbst definiert werden. Das Branding von Firmen wie LR, Herbalife oder Tahitian Noni ist sicher schon deshalb anders, als das von PartyLite, weil sich die Vertriebsformen bereits deutlich unterscheiden.

Warum teilen Sie DINNER TALK in zwei Veranstaltungen?

Wir konnten dieses Mal insgesamt an beiden Veranstaltungen 30 Geschäftsführer begrüßen. Einige hatten die Termine aus persönlichen Gründen nicht wahrnehmen können. Ich bin der Überzeugung, dass das Format DINNER TALK nur relativ kleine Teilnehmerkreise verträgt, wenn das Niveau auf dieser Ebene gehalten und dem Networking untereinander auch weiterhin genügend Zeit gewidmet werden soll.

In der Veranstaltung sprechen Sie von dem Kreis der Geschäftsführer „systemrelevanter Unternehmen“, obwohl auch sehr kleine Firmen vertreten waren. Was meinen Sie mit „systemrelevant“?

Da sprechen Sie einen wichtigen Aspekt an. Direktvertrieb wird sowohl von internationalen als auch nationalen Playern bestimmt. Lebendigkeit und Dynamik dieser Industrie zeigen sich jedoch auch durch erfolgreiche Newcomer mit Potenzial. Diese Mischung unterschiedlicher Herkunft, Größe, Produkte und Vertriebswege macht die Branche interessant und erfolgreich.

Welche Kommunikationsstrukturen sehen Sie, damit „Branding“ für eine größere Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann?

Es gibt ganz unterschiedliche Wege, die zu einer verstärkten Präsenz von Unternehmen in der Wahrnehmung der Verbraucher führen können. Da ist jedes Unternehmen gefragt. Gemeinsam allerdings gilt für alle in Europa tätigen Firmen, dass sie der Bedeutung von „Social Media“ noch nicht genügend Rechnung tragen.

Wenn Sie als Unternehmen in den USA heutzutage nicht auf Plattformen wie Facebook, Twitter, Youtube oder Myspace mit interaktiver Kommunikationsmöglichkeit vertreten sind, wecken sie bereits Zweifel an ihrer Existenz bzw. Seriosität. Communities bilden sich zu Produkten, der Business Opportunity oder Veranstaltungen. Dies passiert bereits häufig ohne Zutun des Unternehmens. Hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf, initiativ zu werden. Auch kritische Beiträge gilt es zu reflektieren.

Wie ist das bei international tätigen Unternehmen zu bewältigen?

Die Antwort auf diese Frage kann nicht die Übersetzung aus der Muttersprache des jeweiligen Headquarters sein. Interaktive Präsenz von „Social Media“ ist immer eine jeweils nationale Aufgabe, die vor Ort gestaltet und betrieben werden muss. Da werden sich neue Herausforderungen für jedes hier tätige Unternehmen ergeben.
Übrigens „MERIDIAN DEUTSCHLAND“ leistet hierzu einen aktiven Beitrag durch eine Einladung zu einem AFTER WORK TALK für Geschäftsführer und Fachspezialisten der Direktvertriebsfirmen mit einer hochkarätigen Referentin am 14. September 2010 nach München.

Welche Herausforderungen sieht der Kreis der Geschäftsführer darüber hinaus für unsere Industrie?

Natürlich das weltweit nur auf den deutschsprachigen Raum beschränkte Problem der Spaltung der Industrie in zwei Verbände sowie daraus resultierend auch der vergleichsweise hohe Anteil nichtorganisierter Global Player. Die Plattform des DINNER TALKs überwindet diese Situation mühelos, weil sich die Teilnehmer untereinander respektieren, keinerlei Berührungsängste haben und miteinander konstruktiv umgehen.

Wie geht es weiter?

DINNER TALK wird es auch 2011 geben, die Termine stehen bereits fest, und die persönlichen Einladungen hierzu werden im September 2010 an die Teilnehmer verschickt werden.

Gästeliste Frankfurt 16. März 2010

Kornelia Alexiew inmediaONE] GmbH Sainte Beauté
Gabriele Euchner Jafra Cosmetics AG Schweiz
Josef Groß HCC Home Cleaning Company Limited
Claudia Harteneck-Kohl Herbalife International Deutschland GmbH
Dr. Markus Knell Kanzlei Graf von Westphalen
Martin Köhler PartyLite Trading SA
Axel Krämer Stampin'Up! Deutschland GmbH
Gerd Niedernhuber Unicity Service GmbH
Dimitri van den Oever Amway GmbH
Dr. Karlheinz J. Ossig Meridian Deutschland GmbH & Co. KG
Uwe Scheuermann Vileda GmbH - Vileda Home
Renate Staab Meridian Deutschland
Björn Tiebing The Pampered Chef Germany GmbH
André Trapp Germanway GmbH
Prof. Dr. Joachim Zentes Universität des Saarlandes


Gästeliste München 24. März 2010

Dr. Jens M. Abend LR Health & Beauty Systems GmbH
Mark Beiderwieden AMWAY GmbH
Cees Beunis Just Schweiz AG
Sylvain Bonnet NL Europe SA
Rolf Drummer AMC International Alfa Metalcraft Corp. AG
Roland Förster Energetix GmbH & Co. KG
Annemarie Grund Baby Basket GmbH
Dr. Florian Kaufmann Forever Living Products Germany GmbH
Elke Kopp Mary Kay Cosmetics GmbH
Michael Meurer Florange GmbH
Dr. Karlheinz J. Ossig Meridian Deutschland GmbH & Co. KG
Hans Röben bofrost* Dienstleistungs GmbH & Co. KG
Jutta Schetting Tahitian Noni International Deutschland GmbH
Rolf Sorg PM-International AG
Renate Staab Meridian Deutschland GmbH & Co. KG
Franz Stein Jafra Cosmetics GmbH & Co. KG
Walburga Wirth Creative Memories GmbH
Prof. Dr. Joachim Zentes Universität des Saarlandes


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